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Jahrbuch der DKB STIFTUNG

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WIRKUNGSFELD IV bewahren

WIRKUNGSFELD IV bewahren · erforschen · vermitteln Kulturelles Erbe • Für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft ist das Wissen über die Vergangenheit von zentraler Bedeutung. Unsere Liegenschaften sind lebendige Denkmäler, in die durch sinnvolle, moderne Nutzungskonzepte neues Leben einkehrt, und in denen wir Kultur- und Naturerbe immer zusammen betrachten. Wir verpflichten uns nicht nur, diese geschichtsträchtigen Orte zu erhalten, sondern auch, sie zu erforschen und ihre Geschichte und die der Menschen, die darin lebten, modern aufbereitet zu vermitteln. Das Gleiche gilt für unsere Kunstsammlung. Die Sammlung umfasst 850 Werke von Künstlern aus den neuen Bundesländern, entstanden nach 1990. Dieser Kunstschatz soll nun aufbereitet und kunsthistorisch eingeordnet werden. 22

PROJEKT »Unsichtbares sichtbar machen« • Welche Geheimnisse verbirgt die Erde Liebenbergs? Was hat Liebenberg mit der teils verheerenden Weltgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts zu tun? Wer waren die Menschen, die früher in Liebenberg lebten? Verborgenes sichtbar machen. Den Blick auf Details und zugleich auf historische Zusammenhänge lenken und an Menschen und Vergangenes erinnern. Am Tag des offenen Denkmals boten Historiker, Denkmalpfleger und Archäologen Vergangenheit zum Anfassen und berichteten über die Geschichte des Ortes und unsere Aufgaben und Tätigkeiten in der Denkmalpflege. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, heißt es im Talmud. Gemeinsam mit dem Freundeskreis Libertas e.V. erinnerten wir in diesem Jahr in besonderem Maße an Libertas und Harro Schulze-Boysen. Im Gedenken und zu Ehren der beiden im Widerstand Aktiven betonierte Künstler Gunter Demnig vor der großen Treppe am Eingang zum Schloss zwei Stolpersteine ins Liebenberger Plaster. Die Steine mahnen und erinnern an diese beiden jungen Menschen, die ihren Mut und Veränderungswillen mit dem Leben bezahlten. Ihre Zivilcourage soll zum Nachdenken über unser eigenes Handeln anregen. Seit 2009 verlegt der Erfinder der Stolpersteine, Gunter Demnig, die Gedenktafeln, mit denen er an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern möchte. 61.000 Stolpersteine in 22 Ländern hat Gunter Demnig bereits verlegt, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. DKB STIFTUNG • JAHRBUCH WIRKUNGSFELD IV 23