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Jahrbuch der DKB STIFTUNG

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PROJEKT Jugenddorf mit

PROJEKT Jugenddorf mit Vorbildcharakter • In unserem Jugenddorf am Ruppiner See arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen erfolgreich am ersten Arbeitsmarkt. Anlässlich der jährlichen Arbeits- und Sozialministerkonferenz, deren Vorsitz das Land Brandenburg in diesem Jahr innehat, würdigte Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt dieses besondere Engagement mit der Pflanzung eines Ribbeck-Birnbaums. „Wir haben einen Ort mit Vorbildcharakter gesucht, an dem zukünftig möglichst viele Kinder und Jugendliche in den Genuss der köstlichen Birnen kommen. In dem von einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der DKB STIFTUNG betriebenen Jugenddorf können nicht nur Kinder und Jugendliche aus Brandenburg und anderen Bundesländern unbeschwerte Tage verleben, sondern hier nimmt auch der Inklusionsgedanke einen besonderen Stellenwert ein“, sagte Sozialstaatssekretärin Hartwig-Tiedt. Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt · Ralf Klenk · Oliver Kahn · Thorsten Lindner, Direktor Jugenddorf am Ruppiner See (v.r.n.l.) 2008 haben wir das Jugenddorf am Ruppiner See übernommen und führen es seit 2010 als Inklusionsunternehmen. Mit über 400 Betten hat es sich vor allem für Klassenfahrten, Jugendfreizeiten und Trainingslager einen Namen gemacht. PROJEKT Ausgezeichnetes Jugend- und Sporthotel • Unser Tochterunternehmen, das Euroville Jugend- und Sporthotel in Naumburg (Sachsen-Anhalt), arbeitet nicht gemeinnützig, aber trotzdem inklusiv. Dafür erhielt es in diesem Jahr den Initiativpreis „Ausbildung und Beschäftigung für Menschen mit Behinderung im Burgenlandkreis“. Der Behinderten- und Inklusionsbeirat lobte das Engagement, Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, als Vorbild für andere Unternehmen. Helmut Schache, Kösener Spielzeugmanufaktur · Thomas Ratzka, MuR-Stahlbau GmbH · Dietmar Schwenke, Euroville Jugend- & Sporthotel (v.l.n.r.) Das Euroville Jugend- und Sporthotel gilt in Sachsen-Anhalt als Vorreiter für Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt. Über einen Kooperationsvertrag mit einer örtlichen Schule für Kinder mit geistiger Behinderung kommen regelmäßig Praktikanten ins Unternehmen. Daraus ist auch schon ein festes Arbeitsverhältnis entstanden. 16

PROJEKT Widerständige Jugend – Jugend im Widerstand • Wer war Sophie Scholl? Was war ihr wichtig? Wie wurde sie aktiv? Wie hat sie versucht, sich zu äußern und Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben? In dem außerschulischen Lernangebot zu Sophie Scholl und der Geschichte des Nationalsozialismus im Rahmen der Reihe „Widerständige Jugend – Jugend im Widerstand“ suchen Jugendliche nach Antworten auf diese und ähnliche Fragen. Sophie Scholl kämpfte mit sich, entwickelte eine innere Haltung und folgte ihr – in Zeiten, in denen widerständiges politisches Engagement mit dem Tod bestraft wurde. Das bedrückt und zeigt zugleich, wie wichtig es auch heute ist, für Freiheit zu kämpfen. Gemeinsam mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und dem Theaterprojekt EUKITEA haben wir aus Briefen und Texten von Sophie Scholl sowie aus weiteren zeitgenössischen Quellen ein Bildungsangebot zum Leben Sophie Scholls entwickelt. Darin setzen sich Jugendliche kritisch mit der Vergangenheit Sophie Scholls auseinander. Workshops und ein Theaterstück eröffnen verschiedene geschichtliche Zugänge und lassen Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen in das Leben der jungen Frau eintauchen. Ein Leben, das von innerer Zerrissenheit zwischen unbeschwerter Jugend und Trauer über die Brutalität ihrer Mitmenschen gezeichnet war. Ein Leben, in dem Sophie Scholl trotz allem mit großer Stärke ihren Überzeugungen folgte. Mit historisch-politischen Bildungsangeboten wie diesem möchten wir die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördern, ihnen alternative Handlungsmöglichkeiten vermitteln und Impulse für ein rücksichtsvolles Miteinander geben.